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Den besten Motorradhelm wählen: So findest du den perfekten Helm für Sicherheit, Komfort und Ruhe

Den besten Motorradhelm wählen: So findest du den perfekten Helm für Sicherheit, Komfort und Ruhe

Zusammenfassung

Die Wahl des richtigen Motorradhelms ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie als Fahrer treffen. Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch, weil Passform, Visierqualität, Belüftung und Geräuschpegel direkt darüber entscheiden, wie viel Spaß Sie bei jeder Fahrt haben. In Europa fährt man oft bei wechselhaftem Wetter, auf Autobahnen und kurvenreichen Landstraßen – und genau hier wird der Unterschied zwischen einem „guten“ und einem perfekten Helm deutlich spürbar. Dieser Artikel bietet ein praktisches System zum Vergleichen von Helmen: Welcher Typ passt zu Ihrem Fahrstil? Welche Sicherheitszertifizierungen sind wirklich wichtig? Wie testen Sie die Passform, ohne sich selbst zu täuschen? Und wie vermeiden Sie einen Helm, der Druckstellen verursacht, laut ist oder beschlägt? Sie erfahren außerdem, welche Funktionen ihr Geld wert sind und welche nur Marketing sind. Der Artikel schließt mit einem übersichtlichen FAQ-Bereich, der häufig gestellte Fragen prägnant und verständlich beantwortet, sodass Fahrer die wichtigsten Informationen sofort finden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum der richtige Helm Ihr gesamtes Fahrerlebnis verändert
  2. Die Helmtypen erklärt: Integralhelm, Systemhelm, Jethelm und Offroad-Helm
  3. Sicherheit in Europa: Die ECE und was sie aussagt und was nicht.
  4. Passform: Der wichtigste Faktor, den fast jeder unterschätzt
  5. Wie man im Geschäft einen Helm richtig anpasst
  6. Schallpegel und Windgeräusche: So erkennt man einen leisen Helm
  7. Visier, Pinlock-Halterung und Nebelscheinwerfer: Das sollten Sie richtig einstellen.
  8. Belüftung und Temperatur: Komfort im Sommer, bei Regen und Kälte
  9. Gegensprechanlagen-fähige Geräte und Brillenträger: Worauf Sie achten sollten
  10. Gewicht und Nackenverspannung: Warum leicht nicht immer besser ist
  11. Welcher Helm passt zu Ihrem Fahrstil und Ihrem Motorrad?
  12. Die größten Fehler beim Kauf eines Helms
  13. Abschluss
  14. Häufig gestellte Fragen

Warum der richtige Helm Ihr gesamtes Fahrerlebnis verändert

Viele Motorradfahrer kaufen ihren ersten „richtigen“ Helm nach Gefühl: Er sieht gut aus, fühlt sich im Laden angenehm an und die Marke wirkt vertrauenswürdig. Das ist verständlich, aber genau deshalb kaufen viele später einen zweiten Helm. Nicht, weil der erste unsicher war, sondern weil er den Anforderungen im realen Fahrbetrieb einfach nicht genügt.

Dein Helm ist die einzige Ausrüstung, die deine Sinne direkt beeinflusst. Du siehst und hörst die Welt durch ihn und spürst jeden Kilometer an Nacken, Kiefer und Wangen. Wenn dein Helm zu viel Windgeräusche erzeugt, fährst du unbewusst kürzer und weniger entspannt. Ist er zu warm, machst du eher Fehler, weil deine Konzentration nachlässt. Verursacht dein Helm Druckstellen, kann eine schöne Tagestour nach anderthalb Stunden zur Qual werden. Das sind keine Kleinigkeiten. Es sind Faktoren, die dein Fahrvergnügen maßgeblich beeinflussen.

In Europa ist dies aufgrund der unterschiedlichen Straßenarten und Wetterbedingungen besonders ausgeprägt. Oft fährt man ein Stück Autobahn, um zu landschaftlich reizvollen Strecken zu gelangen. Man erlebt Kälte, Regen, Nebel, Sonne und Schatten – alles innerhalb einer Woche. Ein Helm, der sich nur an einem trockenen Sommertag gut anfühlt, ist in der Praxis nicht die beste Wahl. Der beste Helm ist der, den man jedes Mal ohne Zögern aufsetzt, weil er einem ein zuverlässiges Gefühl gibt.

Die Helmtypen erklärt: Integralhelm, Systemhelm, Jethelm und Offroad-Helm

Bevor Sie verschiedene Modelle vergleichen, müssen Sie zunächst die richtige Kategorie auswählen. Viele Fahrer sind enttäuscht, weil sie einen Helm kaufen, der ihren Bedürfnissen nicht entspricht.

Integraalhelm

Für die meisten europäischen Motorradfahrer ist ein Integralhelm die beste Wahl. Er bietet umfassenden Schutz, oft die beste Geräuschdämpfung und in der Regel die beste Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten. Integralhelme eignen sich hervorragend für sportliches Fahren, Touren und den täglichen Weg zur Arbeit, insbesondere wenn man regelmäßig auf Autobahnen oder bei wechselhaftem Wetter unterwegs ist.

Der größte Vorteil ist die Stabilität. Auch bei höheren Geschwindigkeiten bleibt ein guter Integralhelm stabil. Das reduziert die Ermüdung. Dieser Helmtyp bietet zudem guten Schutz vor Regen und Kälte, da er komplett geschlossen ist und Visier sowie Pinlock-Systeme in der Regel auf dem neuesten Stand der Technik sind.

Systemhelm

Klapphelme sind bei Tourenfahrern und Fahrern, die häufig Pausen einlegen, beliebt. Sie erleichtern das Tanken, Plaudern und kurze Auszeiten. Viele Fahrer entscheiden sich für einen Klapphelm, weil er sich bequemer anfühlt und weniger einengend ist als ein Integralhelm.

Der Kompromiss liegt oft in Gewicht, Aerodynamik und Geräuschentwicklung. Manche Klapphelme sind hervorragend, im Durchschnitt jedoch etwas schwerer und manchmal etwas lauter als vergleichbare Integralhelme. Das muss nicht unbedingt ein Problem sein. Es ist aber etwas, das man bedenken sollte, wenn man lange Arbeitstage hat.

Jethelm

Ein offener Helm vermittelt ein freies und luftiges Gefühl und ist ideal für Städtetrips und entspannte Touren bei warmem Wetter. In Europa sieht man offene Helme häufig in südlichen Regionen und im urbanen Raum.

Die Nachteile sind Wind, Regen und Lärm. Bei höheren Geschwindigkeiten kann ein offener Helm schnell ermüdend werden. Man ist außerdem anfälliger für Kälte, Insekten und Nässe. Für Fahrer, die häufig auf Autobahnen oder ganzjährig unterwegs sind, ist ein offener Helm selten die beste Wahl. Er eignet sich eher als Zweithelm für bestimmte Fahrten.

Offroad- und Abenteuerhelm

Offroad-Helme mit Schirm und größerer Belüftung sind für niedrige Geschwindigkeiten, hohe Anstrengung und Staub ausgelegt. Sie eignen sich ideal für echtes Offroad-Fahren oder Enduro-Touren. Auf Asphalt können sie bei höheren Geschwindigkeiten jedoch aufgrund des Windwiderstands und der Geräuschentwicklung unangenehm sein.

Adventure-Helme vereinen die Vorteile von Asphalt und Schotter. Sie bieten oft sowohl ein Visier als auch einen Schirm. Dieser Helmtyp ist ideal für Abenteuerfahrer, die abwechselnd auf Asphalt- und Schotterpisten unterwegs sind. Die Aerodynamik variiert stark zwischen den Modellen. Daher sollten diese Helme besonders auf Windgeräusche und Stabilität getestet werden.

Sicherheit in Europa: Die ECE und was sie aussagt und was nicht.

In Europa findet man üblicherweise Helme mit ECE-Zertifizierung. Diese ist eine Grundvoraussetzung, garantiert aber nicht, dass jeder Helm mit derselben Zertifizierung in jeder Situation gleich sicher ist. Man sollte sie eher als Mindeststandard denn als Rangliste betrachten.

Für Sie ist die Kombination aus Sicherheit und Passform entscheidend. Ein hochwertiger Sitz an einem schlecht sitzenden Helm ist weniger wert als ein zugelassener Helm mit perfekter Passform. Ein zu lockerer Helm kann sich bei einem Aufprall bewegen und so die Schutzwirkung verringern. Ein zu enger Helm kann Druckstellen verursachen und Ihre Konzentration beim Fahren beeinträchtigen. Sicherheit hängt also nicht nur von Prüfstandards ab. Sicherheit hängt auch davon ab, wie Sie mit Helm fahren.

Beim Vergleich von Helmen sollten Sie auf die Verarbeitungsqualität achten: Verschluss, Oberflächenbeschaffenheit, Visiermechanismus, Helmschalenform und das Stabilitätsgefühl bei Kopfbewegungen. Das mag zunächst etwas vage klingen, aber in der Praxis werden Sie es schnell merken. Ein Helm, der sich stabil anfühlt, wackelt weniger und vermittelt in der Regel mehr Vertrauen.

Passform: Der wichtigste Faktor, den fast jeder unterschätzt

Die Passform ist das A und O bei der Helmwahl, und genau hier irren sich die meisten. Im Laden fühlt sich fast jeder Helm in der ersten Minute gut an. Die entscheidende Frage ist aber: Hält das auch nach zehn, zwanzig und einer Stunde?

Ein guter Sitz bedeutet, dass der Helm gleichmäßig sitzt und keine Druckstellen entstehen. Er sollte fest sitzen, besonders an den Wangen, aber nicht drücken. Wichtig: Wangenpolster können den Eindruck erwecken, der Helm sei zu klein, passen sich aber nach kurzer Eingewöhnungszeit an. Druck auf der Stirn oder ein Engegefühl am Oberkopf bessern sich in der Regel nicht, sondern verschlimmern sich sogar.

Die Kopfform spielt hier eine entscheidende Rolle. Manche Menschen haben einen runderen, andere einen eher ovalen Kopf. Helmhersteller entwickeln Helme für unterschiedliche Kopfformen. Deshalb ist die Faustregel „Ich trage immer Größe M“ keine verlässliche Strategie. Die Größe kann je nach Marke und manchmal sogar je nach Modell derselben Marke variieren.

Ein einfacher Test: Wenn Sie den Helm tragen und ihn leicht mit den Händen bewegen, sollte sich die Haut an Ihrer Stirn und Ihren Wangen mitbewegen. Rutscht der Helm über Ihren Kopf, ohne dass sich Ihre Haut bewegt, sitzt er zu locker.

Wie man im Geschäft einen Helm richtig anpasst

Wenn Sie einen Helm auswählen möchten, den Sie nicht bereuen werden, probieren Sie ihn wie bei einer Fahrt an, nicht wie bei einem Selfie.

Beginnen Sie mit der Auswahl der richtigen Größe anhand Ihres Kopfumfangs. Setzen Sie den Helm auf und achten Sie auf den Sitz. Sitzt er zu locker, ist er möglicherweise zu locker. Übt er zu viel Druck aus, ist er unter Umständen zu eng, kann dies aber auch bedeuten, dass Sie sich noch nicht an feste Wangenpolster gewöhnt haben. Dann folgt der Tragetest.

Lassen Sie den Helm mindestens zehn Minuten auf. Gehen Sie umher. Schauen Sie nach oben und unten. Tun Sie so, als würden Sie mit den Achseln zucken. Bewegen Sie Ihren Kiefer, als würden Sie sprechen. Wenn Sie dabei einen bestimmten Punkt spüren, der sich in diesen Minuten immer deutlicher herauskristallisiert, haben Sie einen Druckpunkt gefunden. Druckpunkte verschwinden selten von selbst.

Als Nächstes testen Sie den Kinnriemen. Ein sicherer Verschluss ist unerlässlich, aber er muss auch bequem sein. Wenn der Riemen einschneidet oder der Verschluss drückt, fummeln Sie während der Fahrt unbewusst daran herum. Genau das wollen Sie vermeiden.

Wenn Sie eine Brille tragen, setzen Sie diese bitte auf und ab, während Sie den Helm tragen. Das Aufsetzen der Brille sollte problemlos möglich sein.kann seinen Platz finden. Wenn Sie sofort Druck auf Ihren Schläfen verspüren, wird es Sie an einem langen Tag garantiert stören.

Schallpegel und Windgeräusche: So erkennt man einen leisen Helm

Viele Motorradfahrer suchen gezielt nach einem leisen Helm, da Windgeräusche maßgeblich zur Ermüdung beitragen. Schwierig ist dabei, den Geräuschpegel im Geschäft einzuschätzen. Es gibt jedoch Anzeichen, die darauf hindeuten können.

Ein aerodynamisch optimierter Helm zeichnet sich oft durch eine glatte Helmschale, einen stabilen Kinnbügel und keine hervorstehenden Teile aus, die Wind fangen. Dies ist besonders wichtig bei Klapphelmen und Adventure-Helmen, da Scharniere und Schirme mehr Luft absorbieren können.

Achten Sie auch auf den Nackenbereich und die Abdichtung am Hals. Viele Windgeräusche kommen nicht von oben, sondern von unten. Eine gute Abdichtung und ein gut sitzender Jackenkragen machen einen großen Unterschied. In der Praxis tragen viele Fahrer Ohrstöpsel, selbst mit einem geräuscharmen Helm. Das ist üblich und ratsam. In Europa ist ein geräuscharmer Helm in Kombination mit Ohrstöpseln oft die beste Lösung für lange Touren.

Visier, Pinlock-Halterung und Nebelscheinwerfer: Das sollten Sie richtig einstellen.

Beschlagene Visiere gehören zu den häufigsten Fragen rund um Motorradhelme, da sie jeden Motorradfahrer in Europa betreffen. Nebel, Regen, Temperaturschwankungen, Ampeln und kalte Morgen machen das Beschlagen fast unvermeidlich, wenn der Helm nicht optimal eingestellt ist. Es ist nicht nur lästig, sondern auch ein Sicherheitsrisiko, da die Sicht in Situationen, in denen man aufgrund nasser Straßen oder starkem Verkehr besonders gefährdet ist, buchstäblich verschwindet.

Die Grundlagen sind einfach: Sie brauchen ein Visier mit klarer Sicht, das sich leicht öffnen und schließen lässt und idealerweise mit einem Pinlock-System ausgestattet ist. Pinlock ist praktisch der Standard gegen Beschlagen, da es einen Doppelwandeffekt erzeugt und so die Kondensationsgefahr reduziert. Wenn Sie viel bei wechselhaftem Wetter unterwegs sind, ist dies kein Luxus, sondern ein Muss. Ohne Pinlock fahren Sie früher oder später mit leicht geöffnetem Visier, was Kälte, Windgeräusche und erhöhte Ermüdung bedeutet.

Achten Sie außerdem auf die Dichtigkeit des Visiers. Ein nicht richtig schließendes Visier lässt Feuchtigkeit und Wind eindringen. Paradoxerweise kann dies das Beschlagen sogar verschlimmern, da ständig kalte Luft und Feuchtigkeit aufeinandertreffen, was die Kondensation fördert. Eine gute Abdichtung gibt Ihnen Sicherheit.

Ein weiteres Detail, das viele Fahrer erst später entdecken, ist die Bedeutung einer guten Anfangsposition des Visiers. Bei Regen oder im Stadtverkehr wünscht man sich manchmal etwas Belüftung, ohne dass der Fahrtwind einem direkt in die Augen bläst. Ein Visiermechanismus mit einer stabilen Mikroöffnung macht dies deutlich komfortabler.

Schließlich kommt es auch auf die Qualität des Visiers in der Praxis an: Kratzer, Verzerrungen und wie schnell sich Schmutz anhaftet. Das ist besonders im Winter wichtig, da die tiefstehende Sonne jeden Kratzer sichtbar macht. Ein optisch klares Visier sieht nicht nur besser aus, sondern reduziert auch die Ermüdung der Augen, da diese weniger kompensieren müssen.

Belüftung und Temperatur: Komfort im Sommer, bei Regen und Kälte

Das Thema Belüftung ist etwas ungewöhnlich, weil viele denken, es ginge nur um den Sommer. Tatsächlich ist Belüftung aber gerade bei kaltem Wetter wichtig, nur eben aus einem anderen Grund. Im Sommer möchte man kühlen, im Winter Feuchtigkeit abführen. Kondensation entsteht, wenn warme Atemluft auf kalte Oberflächen trifft. Gute Belüftung hilft, diesen Prozess im Gleichgewicht zu halten.

Ein guter Helm verfügt über ein verstellbares Belüftungssystem. Bei Regen sollte die Belüftung nicht komplett geöffnet sein, aber dennoch für Luftzirkulation am Visier sorgen, um ein Beschlagen zu verhindern. Bei Kälte wünscht man sich oft etwas Luftzirkulation, ohne dass der Kopf friert. Helme mit nur einer „offen/geschlossen“-Einstellung sind in Europa weniger geeignet, da das Wetter hier selten eindeutig ist.

Achten Sie auch auf die Belüftung. Manche Helme bieten bei hohen Geschwindigkeiten optimale Belüftung, lassen aber bei niedrigeren Geschwindigkeiten oder im Stop-and-go-Verkehr zu wünschen übrig. In Europa fährt man in der Praxis nicht immer 120 km/h. Man fährt durch Kreisverkehre, Ortschaften und Bergstraßen. Daher sollte Ihr Helm auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten noch gut funktionieren.

Der Tragekomfort hängt auch von Helm und Kleidung ab. Selbst ein perfekt sitzender Helm kann sich kalt anfühlen, wenn der Nackenriemen nicht eng an der Jacke anliegt. Wind von unten ist die größte Quelle für Kälte und Lärm. Ein guter Rollkragenpullover, ein Halswärmer oder ein hochschließender Kragen können manchmal einen größeren Unterschied machen als ein komplett anderer Helm.

Gegensprechanlagen-fähige Geräte und Brillenträger: Worauf Sie achten sollten

Helme werden immer häufiger mit Gegensprechanlagen ausgestattet, insbesondere beim Tandemfahren, in der Gruppe und auf Motorradtouren. Das Problem: Viele Fahrer stellen erst nach dem Kauf fest, dass ihr Helm nicht für Gegensprechanlagen geeignet ist. Dies kann zu Druckstellen durch die Lautsprecher führen, das Mikrofon ist ungünstig platziert oder es gibt einfach keinen geeigneten Platz für das Gerät.

Ein Helm mit Gegensprechanlage verfügt in der Regel über Aussparungen für Lautsprecher, ausreichend Platz um die Ohren und eine Helmschale, die keinen Druck ausübt, falls etwas dazwischen gerät. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie eine Gegensprechanlage verwenden werden, testen Sie diese im Geschäft oder erkundigen Sie sich nach speziellen Vorbereitungen. Hier geht es nicht um Luxus, sondern um Komfort. Druck auf die Ohren ist einer der schnellsten Wege, eine lange Fahrt zu verderben.

Für Brillenträger gilt ein ähnliches Prinzip. Man wünscht sich einen Helm, in den die Brille problemlos hineingleitet, ohne dass die Bügel an den Schläfen drücken. Viele Helme verfügen über spezielle Kanäle im Innenfutter, aber nicht alle Helme sind gleich gut. Der beste Test ist ein praktischer: Helm aufsetzen, Brille aufsetzen, Brille abnehmen, wiederholen. Wenn man jedes Mal kämpfen muss, nervt das unterwegs, besonders bei Pausen und beim Tanken.

Gewicht und Nackenverspannung: Warum leicht nicht immer besser ist

Viele Motorradfahrer suchen nach dem leichtesten Helm, da das Gewicht auf dem Papier logisch erscheint: weniger Gewicht bedeutet weniger Nackenbelastung. In der Realität ist der Zusammenhang jedoch komplexer. Gewicht ist wichtig, aber die Balance ist oft noch wichtiger.

Ein Helm kann zwar relativ leicht, aber schlecht ausbalanciert sein. Dadurch fühlt er sich bei höheren Geschwindigkeiten aufgrund des Windes schwerer an. Ein etwas schwererer, aerodynamisch stabiler Helm kann in der Praxis weniger ermüdend sein, da er stabil bleibt. Gerade in Europa, wo man häufig auf Autobahnen fährt und der Wind eine Rolle spielt, ist die aerodynamische Stabilität ein entscheidender Faktor.

Deshalb ist es ratsam, verschiedene Fahrsituationen zu berücksichtigen, wenn man einen Helm anprobiert. Wie fühlt sich der Helm an, wenn man den Kopf dreht, beispielsweise um die Schulter zu schauen? Wie fühlt er sich an, wenn man nach oben schaut, wie es beispielsweise auf einem Bergpass oder an einer Verkehrsampel vorkommt? Helme, die ziehen oder kippen, belasten den Nacken auf langen Touren stärker, unabhängig von ihrem Gewicht.

Das Gewicht spielt bei der Wahl des Helmtyps ebenfalls eine Rolle. Systemhelme sind im Durchschnitt schwerer als Integralhelme. Für Tourenfahrer, die den Komfort eines Klapphelms schätzen, ist das kein Problem. Bei längeren Autobahnfahrten können sich Gewicht und Windwiderstand jedoch bemerkbar machen.

Welcher Helm passt zu Ihrem Fahrstil und Ihrem Motorrad?

Das ist die Frage, die viele Motorradfahrer beschäftigt: Welchen Helm wähle ich für meinen Fahrstil? Der beste Helm ist nicht der „beste Helm“, sondern der, der am besten passt. Unten finden Sie praktische Profile, die Ihnen als Filter dienen können.

Viele Autobahnen und lange Entfernungen

Entscheiden Sie sich für einen Integralhelm oder einen hochwertigen Klapphelm, der besonders leise und stabil ist. Wichtig sind minimale Windgeräusche, ein gut sitzendes Visier und eine aerodynamische Helmschale, die auch bei Seitenwind ruhig bleibt. Der Nackenkomfort ist entscheidend, da Sie stundenlang in derselben Position sitzen werden.

Sportliches Kurvenfahren und Tagestouren

Wähle deinen Helm vor allem nach Passform und Tragekomfort. Ein stabiler Integralhelm mit guter Sicht und geringem Auftrieb vermittelt mehr Sicherheit. Die Belüftung ist wichtiger, als viele Fahrer annehmen, denn intensives Fahren erzeugt Wärme, selbst bei kühlen Außentemperaturen.

Touren mit vielen Zwischenstopps, Fahrten zu zweit oder in der Gruppe

Ein Klapphelm ist dafür ideal, da er das Unterhalten, Tanken und kurze Pausen erleichtert. Achten Sie besonders auf Gewicht, Balance und Kompatibilität mit Gegensprechanlagen. Wenn Sie häufig anhalten, sollte Ihr Helm Ihren Alltag erleichtern und nicht erschweren.

Städtetrips und gemütliche Rundreisen in wärmeren Regionen

Ein Jethelm mag hier für mehr Freiheit und Luftzirkulation eine gute Wahl sein. Doch seien wir ehrlich, was die Nutzung auf der Autobahn angeht. Sobald man regelmäßig über 90 bis 100 km/h fährt, dominieren Windgeräusche und Kälte schnell. Deshalb entscheiden sich viele Fahrer für einen Integralhelm als Basis und einen Jethelm als Zweithelm.

Abenteuer und gemischte Asphalt- und unbefestigte Wege

Ein Adventure-Helm kann sinnvoll sein, wenn du tatsächlich auf unterschiedlichen Untergründen fährst. Achte besonders auf den Windwiderstand und die Stabilität des Visiers bei höheren Geschwindigkeiten. Wenn du hauptsächlich auf Asphalt unterwegs bist, ist ein leiser Integralhelm oft die bessere Wahl, selbst auf einem Adventure-Bike.

Die größten Fehler beim Kauf eines Helms

Die meisten Fehlkäufe beruhen auf wenigen, vorhersehbaren Fehlern. Wenn Sie diese vermeiden, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass Sie auch in den kommenden Jahren zufrieden bleiben.

Der erste Fehler ist, sich beim Kauf nur vom Aussehen leiten zu lassen. Ein Helm kann noch so schön sein, aber wenn Passform, Geräuschdämpfung oder Visierqualität nicht stimmen, spielt sein Aussehen nach drei Fahrten keine Rolle mehr.

Der zweite Fehler ist, sich zu schnell zu entscheiden. Helme fühlen sich oft in der ersten Minute gut an. Druckstellen entstehen erst später. Nehmen Sie sich also Zeit, mindestens zehn Minuten pro Helm, besser länger.

Der dritte Fehler ist die Unterschätzung des Windgeräuschs. Viele Motorradfahrer merken erst, wie anstrengend es ist, wenn sie Ohrstöpsel oder einen leiseren Helm ausprobieren. Lärm ist ein langfristiger Faktor.

Der vierte Fehler ist, an den Teilen zu sparen, die man täglich benutzt. Ein guter Visiermechanismus, Pinlock-Vorrichtung und ein komfortables Innenfutter sind Dinge, die man bei jeder Fahrt bemerkt. Oft sind es genau diese Merkmale, die den Unterschied zwischen „Damit kann ich leben“ und „Ich bin total begeistert“ ausmachen.

Der fünfte Fehler ist die Annahme, ein Helm müsse für alle Fälle geeignet sein. Bei zwei völlig unterschiedlichen Fahrstilen, beispielsweise Autobahnfahrten und Stadtfahrten im Sommer, kann ein zweiter Helm sinnvoller sein als ein Kompromiss. Er ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber ein berechtigter Gedanke.

Abschluss

Die Wahl des richtigen Helms ist im Grunde ganz einfach, wenn man die richtige Reihenfolge beachtet. Zuerst sollte man den Helmtyp bestimmen, der zum eigenen Fahrstil passt. Dann ist die Passform entscheidend, denn sie beeinflusst sowohl Sicherheit als auch Komfort. Anschließend sollte man praktische Eigenschaften berücksichtigen: Windgeräusche, Visier, Pinlock-System, Belüftung, Platz für eine Gegensprechanlage und Balance. Stimmen diese Grundlagen, wird der Helm schnell zur ersten Wahl, denn er wird Ihre Fahrten angenehmer machen.

In Europa, wo das Wetter wechselhaft ist und die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich, ist ein Helm, der Geräuscharmut, klare Sicht und zuverlässigen Antibeschlagschutz bietet, oft wichtiger als extreme Belüftung oder geringes Gewicht. Ein guter Helm bietet mehr als nur Schutz; er steigert auch Ihre Konzentration und Ihren Fahrspaß.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Helmtyp ist für die meisten Motorradfahrer am besten geeignet?

Für viele Motorradfahrer ist ein Integralhelm die beste Wahl, da er Schutz, Stabilität und in der Regel den niedrigsten Geräuschpegel bietet.

Wie eng sollte ein Motorradhelm sitzen?

Der Helm sollte fest und gleichmäßig sitzen, insbesondere an den Wangen und am Kopf, ohne Druckstellen oder Schmerzen. Er darf nicht verrutschen.

Wie kann ich verhindern, dass mein Visier beschlägt?

Verwenden Sie ein Pinlock-System und sorgen Sie für ausreichende Belüftung. Ein gut sitzendes Visier und eine kleine Öffnung sind ebenfalls hilfreich.

Ist ein Systemhelm weniger sicher als ein Integralhelm?

Nicht unbedingt, solange der Helm der entsprechenden europäischen Norm entspricht und richtig passt. Der Unterschied liegt oft im Gewicht und im Geräuschpegel.

Wie wichtig sind Ohrstöpsel bei einem geräuschlosen Helm?

Dennoch wichtig. Selbst bei einem leisen Helm kann anhaltender Windlärm das Gehör schädigen und die Ermüdung verstärken.

Worauf sollte ich als Brillenträger achten?

Testen Sie, ob sich Ihre Brille problemlos auf- und absetzen lässt und ob die Bügel beim Tragen keinen Druck auf Ihre Schläfen ausüben.

Wie oft sollte man einen Helm austauschen?

Nach einem Aufprall sollten sie immer ausgetauscht werden. Ohne Aufprall hängt es vom natürlichen Verschleiß des Materials ab, aber viele Fahrer tauschen sie nach einigen Jahren intensiver Nutzung aus.

Warum fühlt sich ein leichter Helm manchmal schwer an?

Aufgrund mangelnder Balance oder Luftwiderstand. Aerodynamische Stabilität ist oft wichtiger als das Gewicht auf dem Papier.