Zusammenfassung
GPX-Dateien sind für viele Motorradfahrer die Grundlage der Routenplanung, können aber auch zur Frustrationsquelle werden. Man plant eine Tour mit schönen Kurven, exportiert die Datei und unterwegs schickt das Navigationssystem einen plötzlich über eine Autobahn, einen gesperrten Pass oder eine ganz andere Route. Das passiert fast nie aus Pech, sondern meist aufgrund von Inkompatibilitäten zwischen Dateityp, Kartenmaterial und Navigationseinstellungen. Dieser Artikel erklärt anschaulich, was ein Track und eine Route sind, wozu Wegpunkte und Shaping-Punkte dienen und warum häufige Neuberechnungen zu Abweichungen führen. Sie erfahren, wann Sie einen Track verwenden, wann eine Route sinnvoll ist und wie Sie verhindern, dass verschiedene Systeme Ihre Planung falsch interpretieren. Wir behandeln außerdem die häufigsten Fallstricke beim Exportieren, Importieren und Teilen mit anderen, insbesondere bei Garmin, TomTom und Smartphone-Navigation. Ziel ist es, Ihre Tour zu Hause zu planen und unterwegs genau das zu bekommen, was Sie erwarten – ohne Stress und ohne spontane Improvisation. Der Artikel schließt mit einem übersichtlichen FAQ-Bereich, der häufig gestellte Fragen prägnant und verständlich beantwortet, sodass Fahrer die wichtigsten Informationen sofort finden können.
Inhaltsverzeichnis
- Warum GPX in der Praxis oft fehlschlägt
- Die Grundlagen: Was steckt eigentlich in einer GPX-Datei?
- Bahn vs. Strecke: Der Unterschied, der alles ausmacht
- Wegpunkte, Zwischenpunkte und Formungspunkte
- Neu berechnen: Warum Ihre Navigation Ihren Plan „verbessert“.
- Unterschiede in der Karte: Nicht überall existiert dieselbe Straße.
- Routenpräferenzen, die heimlich alles verändern
- Praxisszenarien: Wie seltsame Umwege entstehen
- Wann wählt man die Strecke und wann die Route?
- Exportieren und teilen Sie problemlos
- Importieren auf Garmin, TomTom und Smartphone: Was Sie vorher prüfen sollten
- Fehlerbehebung: Falls Ihre Route abweicht oder Punkte fehlen
- Der zuverlässige Arbeitsablauf für Motorradfahrer
- Abschluss
- Häufig gestellte Fragen
Warum GPX in der Praxis oft fehlschlägt
Es fühlt sich an, als wäre eine GPX-Datei eine Art digitale Straßenkarte: Man zeichnet eine Linie, und sie wird abgefahren. Tatsächlich ist eine GPX-Datei aber in erster Linie ein Container, der verschiedene Arten von Informationen enthalten kann. Und genau da liegt das Problem. Eine App exportiert einen Track, eine andere eine Route. Ein Navigationssystem interpretiert Punkte als feste Stopps, ein anderes als weiche Wegweiser. Und manche Systeme berechnen die Route standardmäßig neu, sobald man vom Plan abweicht, selbst wenn man das gar nicht möchte.
Zudem ist die Routenplanung oft zu optimistisch. Viele Autofahrer planen mit einer Kartenebene und fahren mit einer anderen. Theoretisch entspricht das „beides Europa“, doch in der Praxis können Straßenklassifizierungen, Sperrungen und Zufahrtsbestimmungen voneinander abweichen. Ihre Route wird im Routenplaner korrekt angezeigt, Ihr Navigationssystem hingegen sieht eine andere Realität und versucht, diese zu kompensieren.
Die Frustration lässt sich meist auf ein Gefühl reduzieren: Man verliert die Kontrolle. Man hatte eine kurvenreiche Strecke geplant und landet am Ende bei einer einfachen Route von A nach B. Genau das ist der Unterschied zwischen Strecken- und Routenplanung. Sobald man das verstanden hat, kann man GPX sehr zuverlässig nutzen.
Die Grundlagen: Was steckt eigentlich in einer GPX-Datei?
GPX ist ein Dateiformat zur Speicherung geografischer Daten. In der Praxis werden Sie hauptsächlich auf drei Dinge stoßen:
Ein Wegpunkt ist ein einzelner Ort, wie zum Beispiel ein Hotel, ein Aussichtspunkt oder eine Tankstelle. Es ist ein Punkt auf der Karte.
Eine Spur ist eine Reihe aufeinanderfolgender Punkte, die zusammen eine Linie bilden. Man kann sie sich wie eine Brotkrumenspur vorstellen, die einem genau zeigt, wo die Route verläuft.
Eine Route ist eine Menge von Wegpunkten, die von einem Navigationssystem anhand von Kartenmaterial und Einstellungen in eine befahrbare Route umgewandelt wird.
Wichtig: Eine GPX-Datei kann eine oder mehrere dieser Komponenten enthalten. Daher kann eine Datei in Ihren E-Mails oder im Download-Ordner zwar gleich aussehen, in Ihrem Browser aber völlig anders dargestellt werden.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass Planer oft aufbereitete Daten exportieren, die zu ihrem eigenen System passen. Sobald man diese Daten in ein anderes System überträgt, kommt es zu Interpretationsunterschieden. Daher ist der Dateityp nicht nur ein Detail, sondern entscheidend für die Zuverlässigkeit.
Bahn vs. Strecke: Der Unterschied, der alles ausmacht
Eine Route ist am berechenbarsten. Sie ist eine vorgegebene Linie. Ihr Navigationssystem muss nicht entscheiden, welchen Weg es nehmen soll, denn die Linie gibt die Richtung vor. In vielen Systemen können Sie einer Route als farbige Linie auf der Karte folgen. Manchmal liefert das System auch Wegbeschreibungen, aber die Route selbst bleibt der Bezugspunkt.
Eine Route ist flexibler, aber dadurch auch riskanter. Im Prinzip bedeutet eine Route: Von Punkt A nach Punkt B über mehrere Zwischenpunkte, wobei die Wege zwischen diesen Punkten berechnet werden. Diese Berechnung basiert auf Kartendaten und Einstellungen. Weichen Ihre Karte oder Ihre Einstellungen von denen des Routenplaners ab, erhalten Sie eine andere Route.
Für Motorradfahrer ist dies die wichtigste praktische Konsequenz:
- Die Rennstrecke ist ideal, wenn Sie genau das fahren möchten, was Sie geplant haben, insbesondere in kurvenreichem Gelände, über Bergpässe und kleine Straßen.
- Die Routenfunktion ist nützlich, wenn Sie dynamische Umwege fahren möchten oder wenn Sie unterwegs bewusst flexibel sein wollen. Dann müssen Sie Ihre Einstellungen und Punkte jedoch mit Bedacht einsetzen.
Wenn Sie häufig die Meldung „Mein Navigationssystem leitet mich in eine andere Richtung“ erhalten, fahren Sie fast immer eine neu berechnete Route, obwohl Sie eigentlich einer vorgegebenen Strecke folgen sollten.
Wegpunkte, Zwischenpunkte und Formungspunkte
Innerhalb von Routen ist nicht jeder Punkt gleich. Viele Navigationssysteme unterscheiden zwischen festen und flexiblen Punkten.
Wegpunkte sind feste Punkte. Dein Navigationssystem will, dass du sie passierst, und wenn du sie verpasst, schickt es dich zurück, bis du den Punkt schließlich „erreichst“. Das ist der klassische Grund, warum eine Gruppenfahrt plötzlich nervig wird: Jemand verpasst einen Wegpunkt, und das Navigationssystem versucht, alle zurückzuschicken.
Orientierungspunkte sind flexible Punkte. Sie definieren die Route, sind aber keine obligatorischen Haltestellen. Wenn Sie einen Orientierungspunkt verpassen, kann die Route je nach System fortgesetzt werden, ohne dass Sie zurückgeschickt werden.
Wegpunkte sind oft Sehenswürdigkeiten (Points of Interest, POIs), wie z. B. Zwischenstopps oder Hotels. Manche Systeme behandeln Wegpunkte bei der Routenplanung wie Zwischenstopps. Dies führt zu zusätzlichen Benachrichtigungen und schränkt Ihre Route unnötig ein.
In der Praxis bedeutet das, dass man bei der Routenplanung so wenige feste Punkte wie möglich und genügend Formationspunkte zur Linienführung einplanen sollte. Feste Punkte setzt man nur dort ein, wo die Linie unbedingt vorbeigeführt werden muss, beispielsweise bei einer Mittagspause oder einem Treffpunkt.
Neu berechnen: Warum Ihre Navigation Ihren Plan „verbessert“.
Die Neuberechnung ist eigentlich hilfreich. Weicht man von der Route ab, denkt das System: „Ich bringe dich zurück auf den Plan.“ Nur bei Motorradtouren sind Abweichungen oft beabsichtigt. Man hält für einen Kaffee an, besucht einen Aussichtspunkt, muss eine Straßensperrung umfahren oder wählt spontan eine Nebenstraße. Ist die Neuberechnung aktiviert, trifft das Navigationssystem Entscheidungen, die die Reise ruinieren können.
Dies ist besonders problematisch bei Routen. Ein Track kann nicht neu berechnet werden, da er keine berechnete Routenwahl darstellt, sondern eine Linie. Eine Route hingegen ist eine Berechnung. Eine Neuberechnung bedeutet also, dass das Navigationssystem eine neue Route basierend auf seinen eigenen Präferenzen erstellt. Und wenn diese Präferenzen nur geringfügig von Ihren Wünschen abweichen, erhalten Sie eine Autobahn, eine Hauptstraße oder die kürzeste Route.
Ein zweites Problem besteht darin, dass die Neuberechnung oft unbemerkt erfolgt. Man bemerkt die Routenänderung erst später. Das ist frustrierend, da man die Änderung nur durch Neuladen rückgängig machen kann.
Die wichtigste Regel: Bei einer sorgfältig geplanten Route ist es ratsam, die Berechnung außerhalb oder zumindest unter strenger Kontrolle vorzunehmen. Für mehr Flexibilität kann eine Neuberechnung hilfreich sein, aber es ist unerlässlich, die Funktionsweise des Systems zu verstehen.
Unterschiede in der Karte: Nicht überall existiert dieselbe Straße.
Viele Autofahrer unterschätzen die Unterschiede bei Karten. Selbst wenn zwei Systeme „Europa“ anzeigen, können sie unterschiedliche Kartenanbieter, Kartenversionen oder Straßenklassifizierungen verwenden. Ein kleines Beispiel: Eine Straße kann in Ihrem Routenplaner als normale Straße, in Ihrem Navigationssystem jedoch als beschränkt befahrbar oder saisonal gesperrt aufgeführt sein. In diesem Fall leitet Sie das System um.
Auch die Bewertung kleiner Straßen variiert. Eine Kartenebene stuft eine Straße möglicherweise als ausgezeichnete Asphaltstraße ein, während eine andere sie als Nebenstraße mit niedriger Priorität betrachtet. Wer Wert auf Schnelligkeit legt, für den kann die Straße in einem System kurvenreich sein, in einem anderen hingegen als größere Straße.
Deshalb ist es wichtig zu verstehen: Eine Route ist niemals eine absolute Wahrheit. Sie ist eine Übereinstimmung zwischen Ihren Punkten und Ihrer Karte. Wenn jemand anderes diese Route mithilfe anderer Karten importiert, wird sie im Grunde neu berechnet.
Gleise haben dieses Problem viel seltener. Ein Gleis bleibt eine Linie, unabhängig von der Karte. Zwar kann es weiterhin zu Streckensperrungen kommen, aber das Gleis selbst ändert sich nicht. So behalten Sie die Kontrolle über die geplante Strecke.
Routenpräferenzen, die heimlich alles verändern
Selbst mit derselben Karte kann eine Route aufgrund von Einstellungen völlig anders verlaufen. Einige typische Einstellungen, die Routen komplett verändern können:
Kürzeste Route versus schnellste. Die kürzeste Route führt dich durch Dörfer und über kleine Straßen – mal unterhaltsam, mal langsam und nervig. Die schnellste Route bringt dich auf größere Straßen.
Vermeiden Sie Autobahnen. Das klingt für Motorradfahrer logisch, aber seien Sie sich bewusst, dass einige Verkehrssysteme als Kompromiss immer noch größere Landstraßen wählen, während Sie vielleicht kleinere, kurvenreiche Straßen bevorzugen.
Vermeiden Sie Mautstraßen. In Ländern mit hohen Mautgebühren kann diese Einstellung Ihre Route erheblich verlängern oder Sie durch umständliche Abschnitte führen. Manchmal ist das in Ordnung, manchmal entspricht es aber nicht Ihren Vorstellungen.
Vermeiden Sie unbefestigte Straßen. Das ist wichtig, kann aber dazu führen, dass Ihr Reiseplaner eine Straße als befestigt anzeigt, Ihr Navigationssystem sie aber als unbefestigt erkennt. Das kann unerwartete Umwege zur Folge haben.
Kurvenreiche oder aufregende Strecke. Manche Systeme bieten Optionen für zusätzliche Lenkunterstützung in Kurven. Das kann funktionieren, macht den Fahrverlauf aber unvorhersehbarer, wenn andere Fahrer diese Einstellung nicht nutzen.
Wenn man Routen mit anderen teilt, sieht deshalb jeder oft eine „etwas andere Route“. Das ist nicht die Schuld der Person, sondern eine Folge der Einstellungen.
Praxisszenarien: Wie seltsame Umwege entstehen
Szenario eins: Sie planen eine kurvenreiche Route mit wenigen Zwischenstopps und exportieren diese. Ihr Navigationssystem zeigt die „schnellste Route“ an. Das System berechnet die Strecke zwischen Ihren Zwischenstopps neu und wählt größere Straßen. Ihre Route wird plötzlich funktional statt vergnüglich.
Szenario zwei: Sie planen eine Route mit vielen Fixpunkten, weil Sie denken, das würde das Problem lösen. Ein Fahrer verpasst in einem Dorf einen Fixpunkt aufgrund einer Straßenverengung. Das Navigationssystem will immer wieder zurück, wodurch der Fahrer im Kreis fährt oder die Gruppe auseinandergerissen wird.
Szenario drei: Sie planen eine Passroute im Frühling. Am Tag der Tour ist ein Pass wetter- oder saisonbedingt gesperrt. Eine Route mit aktivierter Neuberechnung leitet Sie automatisch um, wählt aber eine langweilige Talstraße. Ein Track zeigt Ihnen die Route an, aber Sie müssen selbst eine Umleitung wählen. Welche Option besser ist, hängt von Ihren Zielen ab, aber Sie müssen eine bewusste Entscheidung treffen.
Szenario vier: Sie erstellen eine Route auf Ihrem Desktop mit einem Routenplaner, der andere Karten als Ihr Smartphone verwendet. Nach dem Import der Route erscheint die Meldung „Route angepasst“. Dies ist kein Fehler; das System versucht lediglich, Ihre Route an seine Karte anzupassen.
Wann wählt man die Strecke und wann die Route?
Wenn Sie eine einfache Entscheidungsregel wünschen: Wählen Sie die Gleisstrecke, wenn Präzision wichtig ist, wählen Sie die Route, wenn Flexibilität wichtig ist.
Die Rennstrecke eignet sich ideal für Kurvenfahrten, Überholmanöver und Strecken, die exakt nach Plan gefahren werden sollen. Sie ist auch bei Gruppenfahrten oft ruhiger, da alle die gleiche Linie sehen. Selbst wenn jemand abweicht, findet man problemlos wieder auf die Linie zurück, ohne dass das System einen ständig zu verpassten Punkten umleitet.
Die Routenfunktion ist ideal, wenn Sie aktiv Umwege mit Abbiegehinweisen planen und akzeptieren, dass das System unterwegs Entscheidungen treffen kann. Sie eignet sich auch für Städte oder Verbindungsstraßen, wo Sie einfach nur effizient von A nach B gelangen möchten.
Viele erfahrene Fahrer kombinieren eine Rennstrecke für den Fahrspaß mit einer Route für die Logistik. Das gibt Ihnen Kontrolle, wo nötig, und Komfort, wo möglich.
Exportieren und teilen Sie problemlos
Beim Exportieren passieren die meisten Fehler, denn dort entscheidet man, was man tatsächlich teilt.
Die erste Frage lautet: Exportieren Sie eine Strecke oder eine Route? Wenn jemand die exakt gleiche Strecke abfahren soll, exportieren Sie eine Strecke. Wenn jemand hingegen eine Wegbeschreibung erhalten soll, exportieren Sie eine Route. Achten Sie dabei aber unbedingt auf die korrekte Logik Ihrer Punkte.
Die zweite Frage lautet: Wie viele Punkte gibt es? Eine Strecke mit extrem vielen Punkten kann auf manchen Systemen umständlich, auf anderen hingegen vereinfacht sein. Eine Route mit zu vielen Punkten kann unnötige Benachrichtigungen oder unerwartete Neuberechnungen verursachen, wenn das System Punkte unterschiedlich verarbeitet. Die richtige Balance findet sich hier: genug Punkte, um den gewünschten Zweck zu erfüllen, aber nicht so viele, dass das System mit der „Optimierung“ beginnt.
Die dritte Frage lautet: Gibt es ungeplante Zwischenstopps? Manchmal exportiert ein Routenplaner POIs als Wegpunkte. Dies kann dazu führen, dass die Navigation Sie wiederholt darüber informiert, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben, oder Sie zwingt, Orte zu passieren, die Sie nicht passieren müssen.
Eine gute Routine beim Teilen von Dateien ist es, nach dem Export immer Folgendes zu überprüfen: Lässt sich die Datei wie erwartet öffnen? Ist eine Zeile korrekt? Ist die Intention klar?
Importieren auf Garmin, TomTom und Smartphone: Was Sie vorher prüfen sollten
Das Importieren der Datei selbst ist oft einfach, die Fallstricke liegen jedoch in den Einstellungen und deren Interpretation. Am wichtigsten ist es, vor Fahrtantritt zu wissen, wie Ihr System die Datei verarbeitet.
Prüfen Sie, ob das System die Datei als Track oder Route interpretiert. Manche Systeme zeigen beides an, jedoch mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, achten Sie auf das Verhalten: Wird eine durchgezogene Linie ohne Neuberechnung angezeigt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Track. Werden hingegen Routenberechnungen und Einstellungen abgefragt, ist es eine Route.
Überprüfen Sie die Neuberechnung. Wenn Sie einer geplanten Route genau folgen möchten, wollen Sie nicht, dass das Navigationssystem Ihre Route unterwegs stillschweigend neu berechnet.
Überprüfen Sie Ihre Routenpräferenzen. Wenn Sie Kurven wünschen und Ihr System auf die schnellste Einstellung eingestellt ist, erhalten Sie eine andere Fahrt.
Überprüfen Sie Benachrichtigungen und Punkte. Wenn Sie zu Beginn viele Benachrichtigungen über Zwischenziele erhalten, haben Sie wahrscheinlich zu viele harte Punkte.
Wenn Sie dies im Voraus tun, vermeiden Sie, beim ersten schönen Ausflug plötzlich festzustellen, dass Ihr System einen anderen Tag geplant hatte als Sie.
Fehlerbehebung: Falls Ihre Route abweicht oder Punkte fehlen
Wenn ein GPX-Import nicht wie erwartet funktioniert, liegt die Vermutung nahe, dass die Datei beschädigt ist. In der Praxis ist die Ursache fast immer eine der folgenden: falscher Datentyp (Track statt Route), eine stille Neuberechnung oder ein Punktesatz, den Ihr Navigationsgerät anders interpretiert als Ihr Planer. Eine schnelle, schrittweise Fehlersuche ist hilfreich, um endloses Herumprobieren zu vermeiden.
Fragen Sie sich zunächst: Sehen Sie eine durchgezogene Linie, die Ihrer geplanten Route entspricht, oder eine vom Navigationssystem neu berechnete Route? Wenn Sie eine durchgezogene Linie sehen, die Ihren Kurven exakt folgt, haben Sie wahrscheinlich eine Route gespeichert, und der Inhalt der Datei ist vermutlich korrekt. Wenn Sie eine „berechnete“ Route sehen, die andere Straßen nutzt, wurde diese anhand der Karte und Ihrer Einstellungen neu berechnet.
Im zweiten Schritt sollten Sie die Routenneuberechnung überprüfen. Viele Systeme bieten die Möglichkeit, die Neuberechnung zu deaktivieren, manchmal ist sie jedoch aktiviert oder auf eine „intelligente“ Einstellung gesetzt. Das Tückische daran ist, dass manche Systeme die Route während des Imports neu berechnen, um die Datei an das Format anzupassen. Das kann bedeuten, dass sich Ihre Route bereits geändert hat, bevor Sie überhaupt losgefahren sind. Wenn Ihr Navigationssystem eine Meldung wie „Route geändert“, „Route neu berechnet“ oder „Neu berechnet basierend auf der Karte“ anzeigt, fahren Sie nicht mehr genau so, wie Sie es zu Hause geplant haben.
Der dritte Schritt betrifft die Anzahl und Art der Punkte. Erhalten Sie unterwegs ständig Benachrichtigungen, dass Sie ein Ziel erreicht haben, oder werden Sie immer wieder zu einem verpassten Punkt zurückgeleitet, haben Sie entweder zu viele feste Punkte oder Ihre Punkte wurden als Zwischenziele importiert. Dies ist besonders problematisch bei Gruppenfahrten oder auf Strecken durch belebte Ortschaften. Eine verpasste Abzweigung führt dann zu einem langen Umweg, weil das System „diesen Punkt zuerst erreichen will“.
Der vierte Schritt betrifft die Kartenvariation. Wenn Sie eine Route mit bestimmten Straßen erstellt haben, diese aber von Ihrem Navigationssystem abgelehnt werden, kann es sein, dass Ihr Navigationssystem die Straße anders klassifiziert. Stellen Sie sich beispielsweise eine Straße vor, die Ihr Routenplaner als asphaltiert einstuft, Ihr Navigationssystem sie aber als unbefestigt oder nur schwer zugänglich erkennt. In diesem Fall kann eine Routenvorschau dennoch hilfreich sein, da sie Ihnen die geplante Route anzeigt. In der Praxis müssen Sie jedoch eine Alternative wählen.
Der fünfte Schritt besteht darin, die Daten an einem festen Punkt zu vergleichen. Wählen Sie einen klar definierten Streckenabschnitt, beispielsweise einen 10 Kilometer langen Kurvenstreifen, und vergleichen Sie ihn in Ihrem Routenplaner mit den Angaben Ihres Navigationssystems. Weicht die Route dort ab, liegt ein Interpretationsproblem vor. Stimmt die Route dort, weicht aber später ab, handelt es sich wahrscheinlich um eine Neuberechnung aufgrund eines übersehenen Punktes oder einer Abweichung auf der Strecke.
Ein wichtiger Grundsatz bei der Fehlersuche lautet: Beheben Sie das Problem zu Hause, nicht unterwegs. Sollten Sie während einer Fahrt feststellen, dass Ihr System nicht zuverlässig funktioniert, schalten Sie vorübergehend in den robustesten Modus. Für viele Fahrer bedeutet dies, einer vorgegebenen Strecke als Linie zu folgen, ohne sich auf Neuberechnungen zu verlassen. Sie fahren dann anhand der Karte und der Linie und behalten so die Kontrolle.
Der zuverlässige Arbeitsablauf für Motorradfahrer
Zuverlässigkeit wird nicht durch eine einzelne Einstellung erreicht, sondern durch einen konsistenten Arbeitsablauf. Ziel ist es, dass Sie genau verstehen, was Sie teilen, was Sie importieren und wie Ihr System damit umgeht. Im Folgenden finden Sie einen Ansatz, der in der Praxis viel Frustration erspart.
Treffen Sie zunächst eine klare Entscheidung: Fahren Sie heute auf Präzision oder auf Flexibilität? Für Präzision ist die Strecke entscheidend. Für Flexibilität ist die Route entscheidend. Das klingt einfach, doch viele Probleme entstehen, weil Fahrer eine Route wählen, obwohl sie eine Strecke bräuchten, oder umgekehrt.
Für präzises Fahren erstellen Sie eine Tour in Ihrem Routenplaner und exportieren Sie diese als Track. Überprüfen Sie anschließend, ob der Track als durchgezogene Linie sichtbar ist und Ihren Kurven folgt. Wenn Sie gemeinsam fahren, ist dies oft die entspannteste Option, da alle die gleiche Route sehen. In diesem Fall spielen die individuellen Routing-Einstellungen eine geringere Rolle, da ein Track nicht in Straßen umgewandelt werden muss.
Wer flexibel bleiben möchte, sollte eine Route festlegen, dann aber die Punkte klug setzen. Wendepunkte dienen der Routenführung, und Zwischenpunkte sollten nur für Orte verwendet werden, die unbedingt passiert werden müssen. Denken Sie an Mittagspausen, Treffpunkte, Tankstopps oder Übernachtungen. Alles, was nicht zwingend notwendig ist, sollte kein fester Punkt sein. So wird verhindert, dass jemand, der eine Abzweigung verpasst, sofort wieder ans Zeitende zurückgeschickt wird.
Als Nächstes überprüfen Sie die Einstellungen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Routenpräferenzen Ihren Absichten entsprechen. Wenn Sie eine landschaftlich reizvolle Strecke bevorzugen, ist die schnellste Route selten der richtige Ausgangspunkt. Aber selbst die kürzeste Route kann Sie durch ungünstig gelegene Dörfer führen. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Ziel ab. Es geht darum, eine bewusste Entscheidung zu treffen und sich nicht auf einen Standard zu verlassen, der möglicherweise für Autofahrten etabliert wurde.
Die nächste Option ist die Neuberechnung. Wenn Sie Ihre Route sorgfältig geplant haben und daran festhalten möchten, deaktivieren Sie die Neuberechnung oder wählen Sie eine Einstellung, die Ihnen nicht automatisch einen neuen Tag anzeigt. Wenn Sie flexibel bleiben und Umwege automatisch aufgelöst werden sollen, kann die Neuberechnung hilfreich sein. Bedenken Sie jedoch, dass sich Ihre Route ändern kann. Viele Autofahrer treffen diese Entscheidung unbewusst, was zu Frustration führt.
Anschließend folgt eine kurze Simulation. Sie müssen nicht die gesamte Strecke vom Sofa aus abfahren, sondern können sich auf zwei oder drei wichtige Abschnitte konzentrieren. Ein Gebirgspass, eine kurvenreiche Passage, ein Abschnitt, auf dem Sie auf keinen Fall auf die Autobahn gelangen möchten. Falls Ihr Navigationssystem bereits eine andere Route als Ihr Routenplaner vorschlägt, wissen Sie, dass noch etwas nicht stimmt. Dann können Sie es zu Hause korrigieren.
Bei Gruppenfahrten gibt es einen zusätzlichen Schritt: Standardisierung. Man muss nicht unbedingt die gleichen Geräte haben, aber es ist enorm hilfreich, wenn alle die gleichen Grundregeln kennen. Zum Beispiel: Wir fahren eine vorgegebene Strecke als Basis, nutzen Zwischenstopps nur für tatsächliche Stopps und alle deaktivieren die Routenneuberechnung. So wird verhindert, dass ein Fahrer versucht, eine Route zu „korrigieren“, während ein anderer eine andere sieht. Ziel des gemeinsamen Fahrens ist es, zusammen zu fahren, nicht gemeinsam Fehler zu beheben.
Und schließlich: Weniger ist mehr. Viele Fahrer glauben, mehr Punkte bedeuteten mehr Sicherheit. Oft ist es aber genau umgekehrt. Mehr Punkte bedeuten, dass ein System sie eher unterschiedlich interpretiert, besonders wenn es Punkte als Zwischenziele behandelt. Der beste Workflow ist oft: eine Strecke für das Erlebnis, plus separate Wegpunkte für Pausen wie Kaffee, Tanken und das Ziel. So behältst du die Kontrolle, ohne dass die Navigation deine Fahrt diktiert.
Abschluss
GPX funktioniert erst dann richtig, wenn man aufhört, alle Dateien als gleich zu betrachten. Der Unterschied zwischen einer Track- und einer Routenführung entscheidet darüber, ob Ihre Fahrt stabil bleibt oder unterwegs neu berechnet wird. Tracks bieten Vorhersagbarkeit und Kontrolle, insbesondere auf kurvenreichen Strecken und in bergigem Gelände. Routen bieten Flexibilität und detaillierte Abbiegehinweise, erfordern aber die bewusste Auswahl von Punkten und Einstellungen. Wegpunkte, Zwischenpunkte und Kursänderungspunkte mögen klein erscheinen, entscheiden aber darüber, ob Ihre Navigation reibungslos verläuft oder ständig Umwege macht. Kartenunterschiede und Routenpräferenzen runden das Bild ab: Derselbe Plan kann in zwei Systemen unterschiedlich aussehen, wenn er nicht standardisiert wird.
Ein praktischer Vorteil: Wählen Sie für landschaftlich reizvolle Motorradstrecken häufiger eine vorgegebene Route und nutzen Sie Routen nur dann, wenn Sie bewusst Flexibilität benötigen. Ein kurzer Check vor der Abfahrt genügt, um die meisten Frustrationen mit GPX zu vermeiden und sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: das Motorradfahren.
Häufig gestellte Fragen
Worin besteht der Hauptunterschied zwischen einer Rennstrecke und einer Route?
Eine Spur ist eine feste Linie von Punkten, der Sie folgen; eine Route wird von Ihrem Navigationssystem anhand der Karte und der Einstellungen neu berechnet.
Warum schickt mich mein Navigationssystem plötzlich auf die Autobahn, obwohl ich gerade Abbiegungen geplant habe?
Wahrscheinlich fahren Sie eine Route, die anhand von Präferenzen wie der schnellsten Route neu berechnet wurde, oder die Neuberechnung ist aktiviert.
Was sind Via-Punkte und warum sind sie in Gruppen lästig?
Via-Punkte sind feste Punkte, die Ihr Navigationssystem "anfahren" möchte. Wenn jemand einen Via-Punkt verpasst, kann das Navigationssystem Sie immer wieder zurückschicken, und die Gruppe wird sich aufteilen.
Was sind Formgebungspunkte und wann verwende ich sie?
Wegweiser geben die Richtung für Ihre Route vor, ohne dass ein obligatorischer Halt erforderlich ist. Nutzen Sie sie, um die Route festzulegen, ohne ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen.
Kann eine GPX-Datei sowohl Tracks als auch Routen enthalten?
Ja, eine GPX-Datei kann mehrere Elemente enthalten, darunter Tracks, Routen und Wegpunkte, daher kann der Importvorgang für jedes System unterschiedlich sein.
Warum zeigt mein Navigationssystem an, dass die Route beim Import angepasst wurde?
Weil das System die Route anhand seiner eigenen Kartendaten und Routing-Einstellungen neu berechnet.
Wie kann man am zuverlässigsten eine Motorradroute mit anderen teilen?
Teilen Sie sich eine Fahrspur für die zu befahrende Strecke und separate Wegpunkte für Haltestellen, damit alle die gleiche Route sehen, ohne dass eine Neuberechnung erforderlich ist.
Neuberechnung ein- oder ausschalten?
Wenn Sie genau wie geplant fahren möchten, schalten Sie die Funktion aus. Wenn Sie bewusst flexibel sein und Umwege in Kauf nehmen möchten, können Sie sie aktivieren, aber Ihre Route kann sich dadurch ändern.